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{{Infobox Bundesland
| NAME = Land Nordrhein-Westfalen
| BILD-FLAGGE = Flag of North Rhine-Westphalia.svgborder
| ARTIKEL-FLAGGE = Flagge Nordrhein-Westfalens
| BILD-FLAGGE-RAHMEN = nein
| FLAGGE-OPT = Landesflagge
| BILD-WAPPEN = Coat of arms of North Rhine-Westfalia.svg
| BILD-WAPPEN-BREITE = 110px
| ARTIKEL-WAPPEN = Wappen Nordrhein-Westfalens
| WAPPEN-OPT = Landeswappen
| SPRACHE = Deutsch,
| LANDESHAUPTSTADT =
| FLÄCHE = 34.110,26
| EINWOHNER =
| BEV-DICHTE =
| BIP = 711,4 Mrd. EUR <small>(1.)</small> <small>(2019)</small>
| ARBEITSLOSENQUOTE =
| GRÜNDUNG = 23. August 1946

Kulturell ist Nordrhein-Westfalen kein einheitlicher Raum; besonders zwischen dem Landesteil Rheinland einerseits und den Landesteilen Westfalen und Lippe andererseits bestehen deutliche Unterschiede insbesondere im traditionellen Brauchtum. Aber auch innerhalb des Rheinlands und Westfalens sind weitere Diversitäten zu finden. Bedeutende im Land sind 14 öffentlich-rechtliche Universitäten, 16 öffentlich-rechtliche Fachhochschulen, sieben staatliche Kunst- und Musikhochschulen, 28 anerkannte private und kirchliche Hochschulen mit Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen sowie fünf Verwaltungshochschulen, das , die NRW Graduate Schools und das .

Geographie

Nordrhein-Westfalen liegt im Westen der Bundesrepublik Deutschland und grenzt im Uhrzeigersinn an Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Belgien und die Niederlande. Die Ausdehnung des Landes beträgt von Südwest bis Nordost rund 260 Kilometer. Der Norden des Landes liegt in der Norddeutschen Tiefebene und gliedert sich grob in die , die von den Flüssen Lippe, Ems und Ruhr durchflossen wird, und das Niederrheinische Tiefland beidseitig des Rheins, der der größte Fluss des Landes (und zugleich Deutschlands) ist. Der tiefste Punkt liegt bei </ref>

Das Klima Nordrhein-Westfalens weist relativ auf. Die mittleren Jahrestemperaturen betragen abhängig von der Höhenlage zwischen 5 °C und 10 °C. Die jährlichen Niederschläge liegen zwischen 600 Millimeter im Tiefland und 1400 Millimeter in den Mittelgebirgen.

Geschichte

Kraft im Jahr 1947 war der heutige territoriale Zuschnitt erreicht.

Auf seinem Staatsgebiet ist Nordrhein-Westfalen in die Rechtsnachfolge des Freistaats eingetreten. Im Gegensatz zu einigen anderen deutschen Ländern gab es für Nordrhein-Westfalen als Ganzes keinen stark Vorgängerstaat. Bei der Nordrhein-Westfalens stand auch nicht der Gedanke einer Zusammenführung homogener Gebiete, sondern der Wunsch der britischen Regierung im Vordergrund, das Ruhrgebiet und seine bedeutenden industriellen Ressourcen als Ganzes in ein Land einzubetten.

1949 gründete Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit anderen Ländern die Bundesrepublik Deutschland. Größte Herausforderungen in der Nachkriegszeit waren der Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes und der Aufbau eines demokratischen Staatswesens. Insbesondere als Folge des Niedergangs der Montanindustrie in Folge von Kohle- und Stahlkrisen sowie des Trends zur Tertiarisierung entwickelte sich die Gestaltung des notwendigen Strukturwandels zu einem zentralen Thema der Landespolitik.

Von 1966 bis 1976 kam es zu einer kommunalen Gebietsreform, wodurch die Anzahl der kreisfreien Städte, kreisangehörigen Gemeinden und Kreise verringert wurde. Die Anzahl der Regierungsbezirke wurde von 6 auf 5 Bezirke verringert. Der ehemalige Regierungsbezirk Aachen wurde mit dem zum neuen Regierungsbezirk Köln zusammengelegt.

Bonn war von 1949 bis 1990 Hauptstadt, noch bis 1999 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland und beherbergt auch heute noch zahlreiche Bundesbehörden.

Politik und Verwaltung

Nordrhein-Westfalen ist gemäß dem und der ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Gemäß seiner Verfassung ist das Land nach den Grundsätzen eines republikanischen, sozialen und demokratischen Rechtsstaats organisiert. Die Legislative liegt maßgeblich beim vom Wahlvolk für die Dauer von fünf Jahren gewählten Landtag. Elemente direkter Demokratie spielen in der Praxis kaum eine Rolle. Seit 2017 tragen CDU und FDP die Landesregierung. Die Exekutive, welche parlamentsgebunden ist, wird vom geleitet ? seit dem 27. Juni 2017 von Armin Laschet (CDU). Die Landesverwaltung ist der Landesregierung nachgeordnet. Die Bezirksregierungen für die Regierungsbezirke , , , Detmold und Arnsberg sind eine mittlere Ebene der Landesverwaltung. Die Landesverfassungsgerichtsbarkeit liegt beim . Aufgrund seiner kann Nordrhein-Westfalen als beschränktes staatliches auf bestimmten Gebieten abschließen. Über den Bundesrat wirkt das Land an der bundesstaatlichen Gesetzgebung und an Angelegenheiten der mit. Bonn ist als Bundesstadt Sitz zahlreicher Einrichtungen des Bundes, außerdem Standort verschiedener Organisationen der Vereinten Nationen.

Die haben das Recht zur kommunalen Selbstverwaltung und übernehmen Aufgaben der Landesverwaltung im Auftrag des Landes oder im Wege der Organleihe. Auf kommunaler Ebene gliedert sich das Land Nordrhein-Westfalen in 30 Kreise und eine . Die Kreise und die Städteregion umfassen 374 . Daneben bestehen in Nordrhein-Westfalen 22 . Die Stadt Aachen ist sowohl kreisfrei als auch Teil der Städteregion Aachen. Insgesamt gliedert sich das Land damit in 396 Gemeinden. Das Land hat 29 . Besondere Bedeutung im kulturellen und sozialen Bereich sowie für weitere Aufgaben der Kommunalverwaltung haben die beiden , sowie weitere wie etwa der Regionalverband Ruhr oder der Landesverband Lippe. Nachfolgend die Gliederung des Landes in Regierungsbezirke und zugehörige Kreise und kreisfreie Städte (kreisfreie Städte kursiv):

{| class="wikitable zebra toptextcells"
|-
! Regierungs-67bezirk || || Einwohner || Fläche
(km²) || Bevölkerungsdichte
(Einwohner je km²)
|-
| Arnsberg || ''Bochum'', ''Dortmund'', Ennepe-Ruhr-Kreis, ''Hagen'', ''Hamm'', ''Herne'', Hochsauerlandkreis, , Olpe, Siegen-Wittgenstein, Soest, Unna
| style="text-align:center" | 3.597.297 || style="text-align:center" | 8011 || style="text-align:center" | 449
|-
| Detmold || ''Bielefeld'', , Herford, , Lippe, , Paderborn || style="text-align:center" | 2.057.996 || style="text-align:center" | 6525 || style="text-align:center" | 315
|-
| || ''Duisburg'', '''', ''Essen'', Kleve, ''Krefeld'', Mettmann, '''', '''', ''Oberhausen'', ''Remscheid'', Rhein-Kreis Neuss, ''Solingen'', Viersen, Wesel, ''Wuppertal''
| style="text-align:center" | 5.173.623 || style="text-align:center" | 5292 || style="text-align:center" | 978
|-
| || Aachen <small>(Städteregion)</small>, ''Bonn'', , Euskirchen, Heinsberg, '''', ''Leverkusen'', Oberbergischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis
| style="text-align:center" | 4.422.371 || style="text-align:center" | 7364 || style="text-align:center" | 601
|-
| || Borken, ''Bottrop'', Coesfeld, ''Gelsenkirchen'', '''', Recklinghausen, Steinfurt, Warendorf || style="text-align:center" | 2.614.229 || style="text-align:center" | 6917 || style="text-align:center" | 378
|}

Bevölkerung

Demografie

Das Land Nordrhein-Westfalen hat </ref>.

{| class="toptextcells" style="text-align:center"
|-
|{| class="wikitable zebra"
|-
! Jahr || Einwohner
|-
| 1930 || 11.407.000
|-
| 1940 || 12.059.000
|-
| 1950 || 12.926.000
|-
| 1955 || 14.442.000
|-
| 1960 || 15.694.000
|-
| 1965 || 16.619.450
|-
| 1970 || 17.033.651
|}
|{| class="wikitable zebra"
|-
! Jahr || Einwohner
|-
| 1975 || 17.129.200
|-
| 1980 || 17.057.488
|-
| 1985 || 16.674.001
|-
| 1990 || 17.349.651
|-
| 1995 || 17.893.045
|-
| 2000 || 18.009.865
|-
| 2001 || 18.052.092
|}
|{| class="wikitable zebra"
|-
! Jahr || Einwohner
|-
| 2002 || 18.076.355
|-
| 2003 || 18.079.686
|-
| 2004 || 18.075.352
|-
| 2005 || 18.058.105
|-
| 2006 || 18.028.745
|-
| 2007 || 17.996.621
|-
| 2008 || 17.933.064
|}
|{| class="wikitable zebra"
|-
! Jahr || Einwohner
|-
| 2009 || 17.872.763
|-
| 2010 || 17.845.154
|-
| 2011 || 17.841.956
|-
| 2012 || 17.848.113
|-
| 2013 || 17.571.856
|-
| 2014 || 17.638.098
|-
| 2015 || 17.865.516
|}
|

{| class="wikitable zebra"
|-
! Jahr || Einwohner
|-
| 2016 || 17.890.100
|-
| 2017 || 17.912.134
|-
| 2018 || 17.932.651
|-
|}
|}

2006 beträgt der Anteil der über 65-Jährigen rund 19,7 Prozent (1950: 8,8 Prozent). Der Anteil der unter 15-Jährigen beträgt 2006 noch 14,7 Prozent (1950: 22,6 Prozent).

2006 gab es im Land rund 8,5 Millionen Haushalte. Die durchschnittliche beträgt demnach 2,12 Personen. In 37 Prozent dieser Haushalte wohnt allerdings nur eine Person. Noch 1950 betrug die durchschnittliche Haushaltsgröße über 3 Personen. Der Anteil der Einpersonenhaushalte betrug 1950 nur 16,9 Prozent.

2006 hatte Nordrhein-Westfalen mit 1,36 Kindern je Frau die dritthöchste unter den Ländern Deutschlands. 2007 stieg dieser Wert auf 1,39. Jedoch gibt es starke regionale Unterschiede. Vergleichsweise hohe Werte von über 1,5 finden sich im Norden und Osten des Landes. Den Spitzenplatz nimmt der Kreis Lippe mit 1,61 (2007) ein. Niedrige Werte finden sich im Ruhrgebiet, z. B. Bochum mit 1,15 oder Dortmund mit 1,33. Den höchsten Wert im Ruhrgebiet hat Duisburg mit 1,45. Remscheid ist die kreisfreie Stadt in Nordrhein-Westfalen mit der höchsten Fertilitätsrate, 1,56. Sehr niedrige Werte weisen die Landeshauptstadt Düsseldorf mit 1,29 und die bevölkerungsreichste Stadt Köln mit 1,26 auf.

Die durchschnittliche Lebenserwartung lag im Zeitraum 2015/17 bei 78,1 Jahren für Männer und bei 82,7 Jahren für Frauen. Die Männer belegen damit unter den deutschen Bundesländern Rang 7, während Frauen Rang 13 belegen.

Migration

{| class="wikitable zebra float-right" style="text-align:right"
|+ Größte Ausländergruppen in Nordrhein-Westfalen 2016
|-
! Rang !! Staatsangehörigkeit !! Anzahl
|-
|style="text-align:center" | || 501.035
|-
|style="text-align:center" | || 210.470
|-
|style="text-align:center" | || 174.020
|-
|style="text-align:center" | || 139.220
|-
|style="text-align:center" | || 102.245
|-
|style="text-align:center" | || 98.350
|-
|style="text-align:center" | || 72.570
|-
|style="text-align:center" | || 71.265
|-
|style="text-align:center" | || 65.435
|-
|style="text-align:center" | 10 ||style="text-align:left"| || 60.105
|-
|style="text-align:center" | 11 ||style="text-align:left"| || 54.480
|-
|style="text-align:center" | 12 ||style="text-align:left"| || 51.785
|}

2014 betrug der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund (registrierte Einwohner mit nicht deutscher Staatsangehörigkeit oder außerhalb Deutschland geborene und seit 1950 zugewanderte Personen sowie deren Kinder) 23,6 Prozent.

Bevölkerungsprognose

Verschiedenen Prognosen zufolge wird die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens in den kommenden Jahrzehnten deutlich schrumpfen. Die Bevölkerungsvorausberechnung der Statistikbehörde des Landes sagt eine Gesamtbevölkerung von nur noch 16,16 Millionen für das Jahr 2050 voraus. Der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung wird der Prognose nach bis 2050 auf fast 30 Prozent steigen.

Lt. der Prognose von IT.NRW aus 3/2016 geht der Bevölkerungsrückgang einher mit dem Rückgang der Erwerbspersonen für den Zeitraum 2014 bis 2040. Man rechnet mit einem Rückgang um rd. 7,9 % oder 693.000 Erwerbspersonen (bei den Männern um 5,2 % oder 248.000 von 4.739.000 auf 4.491.000 bzw. bei den Frauen um 11,1 % oder 445.000 von 4.013.000 auf 3.568.000).

Die Ergebnisse dieser Bevölkerungsprognosen fassen folgende Tabellen zusammen:

{| class="wikitable zebra" style="float:left; margin-right:24px; text-align:center;"
|+ Prognose 2011 (Destatis)
! Datum !! Einwohner
|-
| 31. Dezember 2010 || 17.818.000
|-
| 31. Dezember 2015 || 17.596.000
|-
| 31. Dezember 2020 || 17.364.000
|-
| 31. Dezember 2025 || 17.112.000
|-
| 31. Dezember 2030 || 16.832.000
|-
| 31. Dezember 2035 || 16.510.000
|-
| 31. Dezember 2040 || 16.136.000
|-
| 31. Dezember 2045 || 15.702.000
|-
| 31. Dezember 2050 || 15.219.000
|-
| 31. Dezember 2055 || 14.716.000
|-
| 31. Dezember 2060 || 14.230.000
|}
{| class="wikitable zebra" style="float:left; margin-right:24px; text-align:center;"
|+ Prognose 2011
(Wegweiser Kommune)
! Datum !! Einwohner
|-
| 31. Dezember 2009 || 17.860.460
|-
| 31. Dezember 2015 || 17.659.710
|-
| 31. Dezember 2020 || 17.445.490
|-
| 31. Dezember 2025 || 17.196.820
|-
| 31. Dezember 2030 || 16.907.040
|-
|colspan="2" style="text-align:left" | Quelle: Bertelsmann Stiftung
|}
{| class="wikitable zebra" style="float:left; text-align:center;"
|+ Prognose 2014
(Landesbetrieb IT.NRW)
! Datum !! Einwohner
|-
| 1. Januar 2014 || 17.571.900
|-
| 1. Januar 2020 || 17.702.000
|-
| 1. Januar 2025 || 17.737.300
|-
| 1. Januar 2030 || 17.708.900
|-
| 1. Januar 2035 || 17.602.200
|-
| 1. Januar 2040 || 17.491.100
|-
| 1. Januar 2045 || 17.321.600
|-
| 1. Januar 2050 || 17.091.100
|-
| 1. Januar 2055 || 16.813.700
|-
| 1. Januar 2060 || 16.522.400
|}

Mitte 2019 stellte das Statistische Landesamt eine neue Modellrechnung vor. Danach wird Nordrhein-Westfalen im Jahr 2040 voraussichtlich 18,08 Millionen Einwohner haben und damit schneller wachsen als bislang angenommen. Demnach wächst die Bevölkerung bis 2040 um 0,9 Prozent an. Die Bevölkerungszahl entwickelt sich voraussichtlich regional sehr unterschiedlich. Während die Einwohnerzahl im Rheinland mit seinen Agglomerationen vom Niederrhein bis Bonn erkennbar anwächst, geht sie in strukturschwächeren Regionen wie dem Sauerland, Siegerland und weiten Teilen des Ruhrgebiets zurück.

Identifikation und kulturelle Identität

Nordrhein-Westfalen wird als ein ?Bindestrich-Land? bezeichnet, weil es unter dem maßgeblichen Einfluss der in den Jahren 1946 und 1947 aus drei historisch unterschiedlichen Landesteilen gebildet wurde und seither noch keine besonders starke Identifikation mit dem Land entstanden ist. als Ganzes einzubetten, zurück. Wirtschaftlich waren die Räume des Landes bereits früh, teilweise eng, miteinander verflochten.

Die Bewohner der drei Landesteile Westfalen, Lippe und Rheinland haben seit 1946 durchaus eine gewisse Identifikation mit dem Land entwickelt. Besonders seit den 1980er Jahren war ein Durchbruch zu einer deutlichen Landesidentität zu beobachten.

Während im 19. Jahrhundert einzelne Territorien auf dem Gebiet des späteren Nordrhein-Westfalen (etwa das Herzogtum Kleve,

Einzelnachweise